CHAMPAGNER & MORE

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Als FB2 Besitzer hast du mit Sicherheit eine tolle Ausbildung mit viel Segelwissen und einer Menge Praxis am Schiff genossen, und mit deiner bestandenen Prüfung auch bewiesen, dass du dich am Schiff und mit dem Schiff auskennst. Du hast sicher auch immer wieder gehört, und auch im eigenen Tun erlebt, dass man ein Schiff nicht alleine sicher durch alle Situation bewegen kann. Dazu braucht es eine Crew die miteinander an einer Zielerreichung arbeiten kann.
Beim sogenannten „Champaign sailing“, also wenn die Bedingungen während der Fahrt es zulassen hie und da in gepflegter Atmosphäre mit einem geeigneten Gläschen Schaumwein anzustoßen, ist das alles kein Problem. Doch bereits beim nächsten Anlegemanöver zeigt sich wie ein SKiPA seine Crew führen kann.
Bei „rough conditions“, wenn es also auch seglerisch zur Sache geht, kommen die Stärken und Schwächen in der Crewführung gnadenlos und offensichtlich zur Geltung.
Dabei kann man den Menschen nicht generell deren Bemühungen absprechen, das wäre anmaßend. Gesellschaftlich gesehen, sind wir in den letzten Jahrzehnten mit der Idee aufgewachsen, dass die Person die „es“ am Besten kann auch Chef sein soll. Im Unternehmenskontext spricht man dabei von „Vorarbeiter Kultur“. Fachkenntnis geht über soziale Fähigkeiten.
Mittlerweile weiß man aber, dass man bei weitem nicht alle Potenziale der Menschen unterstützt, wenn man diese nur aufgrund von Fachkenntnissen auswählt. Soziale Kompetenzen sind die wesentlichen Fähigkeiten die Führungskräfte brauchen um eine volle Teamperformance zu ermöglichen. Die Menschen die zu führen sind haben sich während der letzten Jahrzehnte verändert. Neue Generationen haben ganz andere Bedürfnisse und Vorstellungen von Zusammearbeit.
Jetzt meint man sicherlich, dass die hierarchische Struktur auf einem Schiff klargestellt ist: „Da Chäf is da SKiPA und damit hot es sich.“ O-ton eines Kärntner Crewmitgliedes…
Ich habe während eines Törns auf einem Dreimaster als Crewmitglied etwas ganz anderes erlebt. Der Capitän hat seinen, in einer Heirachie eingeordneten Crwemitgliedern, sehr viel Möglichkeiten gegeben Führungsqualitäten auszuprobieren – auf jeder Ebene der Hierarchie. So war es für einen Trainee möglich mal das Kommando über eine Wache zu übernehmen und eine Halse zu versuchen (was bei einem Dreimaster mit 80m Länge kein Kinderspiel ist). Dannach gab´s stärken orientiertes Feedback und rundum strahlende Gesichter.
Ein SKiPA wird die Gesamtverantwortung niemals abgeben, und gliechzeitig wird er so schnell wie möglich dafür sorgen, dass Verantwortungen der Crew mitübernommen werden – und das bereits bei der Sicherheitseinweisung.
Dazu braucht es eine spezifische Vorbildung des SKiPA´s und die passende innere Haltung. Mit der Bereitschaft zu lernen und durch Feedback zu lernen, kann eine moderne Crewführung ausgezeichnet gelingen.

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